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Жанр в блоке книги Современные Религиозные Течения
Wie viele Pläne mussten Sie und haben Sie in den letzten zwei Jahren umgeworfen? Machen Sie noch Pläne, oder sind Sie es leid? Die Coronapandemie hat uns Menschen sehr deutlich gemacht, dass unsere Planungsmöglichkeiten sehr begrenzt sind. Planen scheint keine wichtige Fähigkeit mehr zu sein – Improvisieren wird wichtiger. Und doch ist das Planen eine Grundform menschlicher Tätigkeit. Wir kennen Abläufe, haben Träume und organisieren Projekte, wiederholen notwendige Tätigkeiten. Umso schwieriger, wenn Pläne durchkreuzt werden, große Planungen umgeworfen werden müssen, nichts so läuft wie gedacht … In diesem Heft schauen wir aus verschiedenen Perspektiven auf das Planen und die Pläne: Aus Perspektive der geistlichen Begleitung geht Sonja Knapp der Aufgabe und der Möglichkeit der geistlichen Begleitung nach, wenn die eigenen Pläne scheitern und die Frage nach Gottes Plänen sperrig ins eigene Leben ragt. Nicht nur die Pläne der Menschen müssen manchmal überarbeitet werden. Auch Gottes Pläne scheinen manches mal verändert werden zu müssen. Barbara Leicht wirft inspirierende Blicke in die biblischen Schriften und eröffnet die Reihe ›Biblische Impulse‹. Mit Renate Wagner schauen wir auf die Pläne am Ende des Lebens. Was bedeutet eigentlich Planen für Menschen und ihre Angehörigen im Hospiz. Pfr. Walter Mückstein stellt uns die großen Exerzitien des Ignatius von Loyola vor und seinen Plan von einer Suche nach den Plänen Gottes im eigenen Leben. Am Ende des Heftes steht ein Predigtimpuls zu einem Text aus dem Römerbrief mit der Zusage »Du bist Gottes geliebtes Kind – auch wenn deine Pläne scheitern.«
Жанр в блоке книги Документальная Литература
Zum Glück gibt es jede Menge nichtklerikaler Priester. Aber es gibt eben auch die anderen. Diejenigen, die mit römischem Kragen oder gar in Soutane herumlaufen, um sich von allen übrigen Getauften abzuheben. Dazu gehören dann auch männerbündische Seilschaften wie das Klerikalmilieu der Kölner 'Nebelbrüder', aber auch entsprechend habitualisierende Ausbildungsformen im Priesterseminar. Ursprünglich bildete Klerikalismus einen Gegenbegriff zur französischen Laizität. Inzwischen bezeichnet er jedoch vor allem einen Habitus «statusbegründeter Selbstherrlichkeit» (Rainer Bucher), der zu den wichtigsten systemischen Missbrauchsgründen gehört: «Klerikalismus meint ein hierarchisch-autoritäres System, das auf Seiten des Priesters zu einer Haltung führen kann, nicht geweihte Personen in Interaktionen zu dominieren, weil er qua Amt und Weihe eine übergeordnete Position innehat» (MHG-Studie). Kurz gesagt: «Klerikalismus ist Pastoralmacht plus ständisches Kirchenbild» (Michael Schüßler). Oder noch kürzer: «Paternalistische Unterdrückungsfürsorge» (Ute Leimgruber). Papst Franziskus kritisiert diesen Klerikalismus wie wohl keiner seiner Vorgänger («Priesterkaste über dem Volk Gottes»). Und er bietet Synodalität, das «gemeinsame Vorangehen» aller auf dem Weg der Nachfolge, als ein probates Gegenmittel an: Kirche als Societas Jesu einer jesusbewegten Weggefährt*innenschaft, die in ihrem ganzen Sein und Wesen die anbrechende Gottes- und nicht Klerikerherrschaft bezeugt. Nathalie Becquart, die neue Untersekretärin der römischen Synodenbehörde, spricht von der entsprechenden Notwendigkeit, aus einer «klerikalen Kirche eine synodale zu machen». Unsere Kirche steht damit vor einem fundamentalen Paradigmenwechsel: Synodalität oder Klerikalismus – das ist hier die Frage. Den weltweit verbreiteten Klerikalismus theologisch besprechbar zu machen, ist ein wichtiger Zwischenschritt auf dem gerade eingeschlagenen Synodalen Weg – die Einladung zu einer beherzten kirchlichen Selbstevangelisierung im jesuanischen Sinne einer geschwisterlich-synodalen Nachfolgekirche ohne 'Mitbrüder' und 'Hochwürden'. Da haben wir noch einiges vor uns, findet Christian Bauer.
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