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Alles war so gut geplant – das Brötchen um viertel nach zwölf, das durchgeschnittene Telefonkabel, das rote Kleid. Frau Schlüter will eigentlich gerade Selbstmord begehen, als der Postbote bei ihr klingelt. Ein Paket will er abgeben, für Nachbar Sandmann aus dem Dritten, der gerade nicht da ist. Dabei hatte sie nur noch auf den Fruchtsaft- Lieferanten Miroslav gewartet, weil er der Letzte sein sollte, der letzte Gedanke. Als schließlich auch noch der Abfluss kaputtgeht und Hausmeister Zarter im Blaumann bei ihr aufkreuzt, ist es vorbei mit dem schönen Plan vom Abschiednehmen. Postbote Ludger Hase hatte sich das auch anders vorgestellt – Päckchen weg, Feierabend, Skatrunde bei den Kumpeln und irgendwann nach Hause zu Hanna mit den vielen Puzzles an der Wand. Aber erst muss er dieses Paket loswerden, ein Blindgänger aus Australien, mit Kängurus drauf. Sandmann, der Absender, ist nicht da, und als er schon fast wieder gehen will, öffnet sich die Nachbartür und da steht sie, mit Mülltüte in der Hand und Stöpseln im Ohr, und Ludgers Herz schlägt wie ein Stones Konzert. Aber Paula Lachmär, die Frau mit der Stille im Kopf, lebt in einem anderen Film. Ihre Welt ist klein geworden, seit Alfred aus dem Seitenflügel bei ihr war und sich geholt hat, was er wollte. Ihre Welt ist nur so groß wie der Weg zwischen Gulaschsuppe und Mülltonne. Der Rest ist Schweigen. Denkt sie, hofft sie, bis ihr Miroslav begegnet auf der Treppe zwischen Herd und Hof, mit Zuckerschnecken zum Nachtisch. Anja Hillings Figuren schweben lebensmüde, schräg und selbstironisch durch das Leben. Die junge Berliner Autorin zeigt in ihrem Stück Momentaufnahmen des alltäglichen Wahnsinns – traurig, ernüchternd, komisch: eben ganz normal.
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"Am Samstag, den 3. September um 14:10 Uhr wurde die Insel G. von einem Erdbeben der Stärke 8,1 auf der Richterskala buchstäblich in der Mitte entzwei gerissen." Ein Eiland fernab vom Massentourismus, ein Paradies für Tiere, Tagesausflügler und Verrückte. Das Leben in dieser Idylle konzentriert sich um die inseleigene Psychiatrie, gelegen im südlichsten Teil, praktisch am Rande der Welt, und deren Insassen. Die Anstalt hatte in den letzten Jahren von sich Reden gemacht durch ein mediales Selbsthilfeprojekt, eine Radiosendung, live ausgestrahlt aus den Mauern der Psychiatrie, moderiert und produziert von Hirsch Amor und Psychomaus. Doch die leichtverdauliche Struktur von Unterhaltungsradio trifft hier auf die extreme Unbedingtheit des Lebens. Auf Zwänge, Abnormitäten und Realitätsverschiebungen. Auf Suzanne, Detlef Schrempf, Ava G., Gabriel, den großen Hetfield. Auf Sodomie, Vergewaltigungen, verkorkste Hollywoodbiographien und Rockstars und Studiophilosophen. An den meerumgrenzten Rändern der Zivilisation werden ihre Grenzen ausgelotet und überschritten. Gesendet wird bis zum Schluss, live übertragen bis zu den letzten vier Stunden und acht Minuten. Bis zum Zerfall des Paradieses, am Samstag, den 3. September um 14:10 Uhr. Anja Hillings Rhapsodie vereint wie die antike Gattung oder die musikalische Form vielschichtige und unterschiedlichste Themen, Geschichten und Perspektiven und ist so ein auch formal vielfältiges Stück. Die Rubriken einer Radiosendung werden zum spannenden Gerüst eines Theatertextes, der sich von der Einschränkung auf die dramatische Rede löst. Die Spannung ist, der Raumlosigkeit des Radios einen szenischen Ort im Theater zu geben.
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Ricarda und Ralf, ein Paar wie viele andere. Mitten im Urlaub vor der paradiesischen Kulisse eines türkisblauen Meeres und am Ende ihrer Liebe. Ihre Ehe hat sich im Gewöhnlichen eingerichtet und geht genau daran zugrunde. Lou, eine Frau aus einem fremden Land, deren Schicksal durch die politische Entwicklung in ihrer Heimat anders verläuft als geplant, entscheidet sich gegen die Liebe für einen Traum. Der, der in der Hölle der Realität zurückbleibt, sucht den Kampf, Lou nach einer neuen Heimat. Die Flucht auf der überfüllten Fähre endet mitten im Meer. Während am Strand eine Frau und ein Mann mit jedem Wort vernichten, was sie einmal verbunden hat, versucht eine Frau im Meer sie zu erreichen, durch das Tosen der Elemente und Erinnerungen anzukommen in dieser scheinbar hellen Fremde, die nicht unbedingt auf sie wartet. Die Banalität des Badetages wird durchbrochen vom Tod, der von der anderen Seite kommt. Der Urlaub wird anders enden als gedacht. Die Erholung, auf die sie hoffen, tritt nicht ein, und für den Aufruhr, der in ihnen wütet, haben sie nicht bezahlt. Ohne zu wissen, was geschieht, im Meer vor ihren Augen, ergreift es sie: irgendetwas, das größer ist als sie selbst, weiter geht, tiefer fällt, ein Verständnis, das höhere Wellen schlägt als die seichte Fläche ihres sonnenverbrannten Tages. Für die Dauer eines einzigen Tages lässt Anja Hilling zwei Welten in den vier Sätzen einer klassischen Sinfonie aufeinanderprallen. Zwei gegenläufige Themen bestimmen den Rhythmus: die Flucht und der Stillstand. Die Sätze haben das sich selbst überschwemmende Tempo des Lebens, das aus dem Nichts entsteht, sich aufschwingt im ersten Satz, schneller entgleitet im zweiten, fast zur Ruhe kommt unter den Mächten der Natur im dritten, und dann, im vierten, in die Auflösung rast. Eine nicht unerhebliche Rolle spielen dabei 2 Fagotte, 1 Kontrafagott, 1 Piccoloflöte, 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 4 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Pauken, Trommeln, Becken, Triangeln, Streicher, Computer und Chor.
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Im Jahr 2175 hat sich die Temperatur auf 60 °C eingependelt, die Sonne ist verschwunden, ins Freie kann man nur noch mit Schutzkleidung gehen. Die Menschen haben sich arrangiert. Und sind trotz allem glücklich oder versuchen zumindest, es zu sein. Pagona verliebt sich in den Tapetenmaler Taschko, der immer Szenen aus alten Filmen, aus der Zeit der Jahrtausend-Wende malt. Als es noch Tiere und Pflanzen gab, und Farben und Geräusche. Sie darf Taschko nicht berühren. Deshalb schläft sie mit dessen Chef Posch. Ihm gehört das Filmarchiv, aus dem Taschko seine Bilder zieht; es umfasst nur noch die Buchstaben D, I, M und N. Pagona wird schwanger von Posch; es wird das erste Baby seit Jahrzehnten sein, das auf natürliche Art gezeugt wurde. Ein Wunder. Die Chancen, die Geburt zu überleben, sind verschwindend gering. Aber das Baby soll leben: «Es bedeutet mehr Glück denn je, das Licht dieser Welt zu erblicken.», sagt Pagona. Anja Hillings Stück «Nostalgie 2175» ist eine sprachgewaltige Liebeserklärung an die Vergangenheit, an verschwundene Welten und versunkenes Glück. Gleichzeitig beschreibt es die Unmöglichkeit, in der Gegenwart glücklich zu sein. Eher Gedicht als dramatischer Text, berührt das Stück die Ränder des Sagbaren und entzieht sich den gängigen Kriterien und Genres. Ist es eine Zukunftsutopie oder eine Gegenwartsbeschreibung?
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Wer weiß schon, was ein Engel sein soll. Oder wo man so was wie einen Engel trifft. Also muss man zu jeder Zeit damit rechnen und überall, nachts in einer Bar, am helllichten Tag auf einer U-Bahn-Treppe, in einem Tätowierstudio oder in einem polnischen Hotel. Doch wie soll man erkennen, dass einer so was wie ein Engel ist, wenn er es ja nicht einmal selber weiß. Asta arbeitet in einer Bar. In die Haut ihres Rückens ist eine sterbende junge Frau in den polnischen Dünen eingeritzt: Elisabeths Tod. Der Tresen trennt Asta von den unbegreiflichen, verletzten, verletzlichen Menschen, die die Dauer eines Cuba Libre oder eines Biers miteinander teilen, nicht mehr, manchmal doch. Hardy hat Astas Rücken bebildert, er hat Elisabeth sterben sehen, das Beweisstück, einen flachen Stein, hat er Asta geschenkt. Wie kann Elisabeth aber tot sein, wenn sie in der Bar auftaucht, um sich ihr Bild auf Astas Rücken anzusehen?Hanno und seine Frau kennen sich seit ein paar Stunden, nein, viel länger, schon immer. Vor drei Jahren ist sie gestorben, Krebs, und an diesem Nachmittag zurückgekommen. Sie ist die U-Bahn-Treppe hinuntergefallen. Bis zum Sturz hieß sie Sonja, doch jetzt ist sie Elfi, sie ist wieder da, trotz der falschen Haarfarbe, und auch wenn ihre Tochter das nicht glauben will, sie erinnert sich an alles: an alte Verletzungen, alte Signale, alte Liebesbeweise. Der eingerissene Daumennagel, dreimal kurz, zweimal lang, Kätzchen – kann man sich das einbilden, so was? Axel hat das reine Glück erlebt. Mit Ulla. Neunzehn Jahre später, an diesem Abend, treffen sie sich wieder. Ulla ist ihm fremd, nur an ihr Haar erinnert er sich: fest und rot, gelockt, ein einziges Leuchten. Sie werden die Nacht miteinander verbringen, er hat vorgesorgt. Es wird Kerzen, Sekt und Erdbeeren geben. Wie damals. Das reine Glück: Ein Versuch. Ein Scheitern? Wer bleibt übrig? Heike und Olaf. Die Tochter, die keine Mutter mehr hat; oder doch? Der Geliebte, der kein Mörder mehr ist; wirklich nicht? Heike sucht ein Zimmer. Olaf hat eins frei. Und vor einem polnischen Hotel geht heute keine Sonne unter. Ein Text wie ein Kaleidoskop. Auf den ersten Blick ein überwältigendes Wimmeln: Gesichter, Geschichten, Erkennungsmale. Mit jeder Erschütterung ordnen sich die Elemente zu neuen Formationen an. Jemand taucht auf und geht wieder; jemand verschwindet und kehrt zurück. Und nur an einem Ort scheint alles zur Ruhe zu kommen: Am Tresen, der die Welt von Asta, der kühlen, zärtlichen Beobachterin, trennt. Nach und nach kristallisieren sich Spuren heraus, die zu Linien werden, zu Nahtstellen zwischen zwei oder drei Schicksalen. Versprengte Splitter, die sich vielleicht zu etwas zusammenfügen lassen. Poetisch, ironisch, energisch. In glasklaren Sätzen, bei aller Anmut flirrend vor Leben, lässt Anja Hilling ihr Personal aufeinander treffen, sich gegenseitig Wunden schlagen oder Halt beieinander finden – für einen Moment wenigstens. Was sie in Bewegung hält, mündet in einer einzigen Frage, frei nach Oliver Sacks: Was ist das, was man Erinnerung nennt?
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Phöbe hat blaue Augen und verliebt sich in Fred, der blind ist und Platten auflegt auf Tommis Geburtstag. Sie gehen schwimmen und Phöbe wird schwarz vor Augen. Karl ist tot, sein bester Freund Tommi hat ihn umgebracht, zusammen erzählen sie ihre Geschichte, eine Geschichte von Liebe und Verrat. Jasmin war das Mädchen, das beide liebten, jetzt küsst Jasmin, die nur schwer Luft bekommt, Jule. Jule glaubt, dass es eine Welt gibt hinter der Haut, der Zahnstocher im Handballen, der Schrei, der die Poren öffnet. In der Klinik hatte Jule Natascha kennen gelernt, Natascha, die nicht zuhören kann, die all die Stimmen, Lehrerstimmen, Mütterstimmen, überhören will, die stumm bleiben will. Natascha spricht nicht, sie macht Geräusche. Im Schwimmbad hört sie unter Wasser das Fußkonzert von Schulsprecher Albert. Sie waren mal in einer Klasse, jetzt ist er in der 11, sie noch immer in der 9. Albert trägt Brille, die Brille stört beim Küssen und beim Fliegen. Gott sei Dank hat er sie nicht auf. Beate und Laurent sind seit sieben Wochen zusammen. Beate mag Kiffen, Essen und Musik, andere Menschen eher nicht, bis ein blond gefärbter Junge auf Tommis Geburtstag rückwärts aus der Hecke ihr vor die Füße fiel: Laurent von den kapverdischen Inseln. In dieser Nacht kocht Laurent für Beate und erzählt von Afrika, von Friseuren und Vulkanen. Von seinen Eltern. Am Ende ist er verschwunden. Anja Hilling hat als Auftrag für das Thalia Theater, die Theaterakademie Hamburg und die Comédie de St. Etienne diese fünf Klassenzimmerstücke geschrieben. Fünf Geschichten – fünf Sinne. Die Stücke erzählen vom Blindsein, vom Inhalieren und vom Ausräuchern, vom Schneiden und Zerstechen, vom Hören und vom Summen, vom Schmecken und Verbrennen, sie heißen «Augen», «Nase», «Haut», «Ohren» und «Zunge». Es geht um 10 Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren, um mögliche und unmögliche Liebesgeschichten, Beziehungen unter extremen Bedingungen. Es sind poetische und zugleich extreme Geschichten, extrem im Wollen, extrem im Unglück und extrem im Glück.
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Ein Wald, ein Mischwald. Ein Sommerabend, kurz vor sechs. Es ist heiß. Seit vierunddreißig Tagen wartet der Wald auf Regen. Irgendwann ein Motorengeräusch. Ein VW-Bus mit sechs Freunden und einem Baby ist unterwegs zu einem Ausflug. Grill, Fleisch und Getränke haben sie dabei. Man könnte sagen, sie sind Freunde. Sie kennen sich, mehr oder weniger, mögen sich, irgendwie, verachten sich manchmal. Sie wollten mal raus an diesem schönen Sommertag, der Welt den Rücken kehren, ein Grillfest, eine Nacht unter freien Himmel, Sorgen vergessen, Sterne zählen. Satt sein, betrunken sein und leicht, sehr leicht, mitten auf einer Lichtung, zwischen Bäumen, die hoch sind und grün, sie umgeben mit Knacken und Rascheln, leise und schön, wie das erste Geräusch der Welt. Irgendwann liegen sie müde und zufrieden in ihren Schlafsäcken auf dem Waldboden. Einer macht die beiden Öllampen aus. Einer singt noch ein Lied; dann schlafen sie ein. Ihr Schlaf wird kurz sein, ein, zwei Stunden. Sie werden von einer Hitze geweckt werden, einem Feuer, sie werden einen Brand erleben, der jede Fantasie überholt, blitzschnell, und jede Vorstellung in Schutt und Asche legt.
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Amalthea und Manuel sind vom Blitz getroffen worden. In diesem Gewitter im Mai 1983. Seitdem tragen beide ein Blitzmal auf ihrem Rücken. 24 Jahre später begegnen sie sich das erste Mal. Sie sind beide in ein Dorf geraten am Fuße eines Berges. Das Dorf heißt Bulbus.Manuel ist hier, um eine Reportage zu schreiben für ein Heimatmagazin. Amalthea ist hier, weil sie einem Traum folgt. In Bulbus treffen sie auf die Figuren ihrer Vergangenheit. Die Einwohner des Dorfes. Jutta Schratz, der alte Markidis, Albert Ross und Rosa Landen. Aber hier im Dorf ist die Vergangenheit tot. Das Leben in Bulbus nimmt einen trägen Lauf. Hier zu sein ist schöner als nicht hier zu sein. Es ist Winter hier, aber niemals kalt. Der Schlaf ist ruhig. Krankheit ist ein Fremdwort hier und Ärzte Fabelwesen. Die Bewohner von Bulbus muss man sich als einfache Menschen vorstellen. Sie streiten über das Geschäft, das Wetter, die Hühner. Über sich selbst sprechen sie nie. Abends treffen sie sich zum Spiel auf der Eisstockbahn. Die Ankunft von Amalthea und Manuel stiftet Unruhe im Dorf. So lange ist keiner mehr hier gewesen. Der Busverkehr wurde vor Jahren eingestellt. Amalthea holt sich einen Kälteschock unter der Dusche von Albert Ross, dem Pensionsbesitzer. Manuel trägt sie in ihr Zimmer und entdeckt ihr Mal auf dem Rücken. Er beginnt ihr Geschichten zu erzählen, versucht sie zu wärmen. Sie lieben sich. Eigentlich schon immer. Aber Amalthea wacht nicht auf. Beide verschwinden im Eis. Im Dorf ist nichts wie es war.Der alte Markidis verliert seine Hände. Albert Ross vergisst zu atmen. Rosa Landen küsst seine toten Lippen. Und Jutta Schratz beginnt zu frieren. Krankheit, Tod. Liebe und Schuld sind nach Bulbus gekommen. Auf der Eisstockbahn spielen die Bewohner des Dorfes ein letztes Spiel. Es geht um alles. Bulbus ist noch nicht verloren. "Es gibt ein Regelwerk in dem Dorf. Die Menschen, die hier leben, haben eine Vergangenheit, aber darüber wird nicht gesprochen. Es ist sehr schön in dem Dorf, aber es ist nur so schön, weil man nicht darüber spricht. Man wird nicht krank, man friert nicht, nur weil man nicht darüber spricht. Und dann kommt der «Point of Attack»: Zwei Städter brechen in das Dorf ein. Zwei Menschen, die auf der Suche nach ihrer Vergangenheit sind …" (Anja Hilling)
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